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Peter’s Homepage
16 Jahre, 3 Monate und 21 Tage .... Danke für die schöne Zeit, die wir mit Dir verbringen durften!
Was wisst ihr von mir?
Ihr glaubt ich hätte es überwunden,
hätte neuen Lebensmut gefunden.
Was wisst ihr von mir?
Nichts!
Ich lebe nicht, ich funktionier,
mein Schmerz ist so groß,
nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr lacht und scherzt und ich lache mit,
denn das erwartet man doch.
Aber wenn ich ich allein bin weine ich immer noch,
mein Schmerz ist so groß.
Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr erzählt von euren "kleinen Sorgen"
und ich tu so als hörte ich zu.
Aber während ihr wisst,
dass man all eure Probleme lösen kann,
gehe ich zum Grab meines Kindes und zünde Kerzen an.
Mein Schmerz ist so groß.
Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr sagt, die Zeit heilt alle Wunden
und irgendwann wird wieder alles gut sein,
doch ich weiß, meine Wunden heilt keine Zeit,
ich werde nie mehr wie früher sein.
Mein Schmerz ist so groß.
Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr vermeidet den Namen meines Sohnes,
weil ihr denkt dass mir das Kummer bringt.
Doch er ist sowieso immer in meinen Gedanken,
nichts ist mir wichtiger als die Erinnerung an mein Kind.
Mein Schmerz ist so groß.
Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Ihr sagt " Das Leben geht weiter,
das ist der Lauf der Zeit ".
Ich weiß nur dass ich leben muss, obwohl ich es nicht will.
Keiner fragt:" Bist du dazu bereit?"
Mein Schmerz ist so groß.
Nichts wisst ihr von mir, nichts versteht ihr!
Mein Trauerkleid
Als ich mein Trauerkleid anlegte,
tröstete man mich:
warte bald trägst du wieder Rot.
Ich kaufte mir Blaues und Rotes und
Goldgelbes.
Zog es über das Schwarz,
das mir anwuchs wie eine zweite Haut.
Siehst du, hörte ich sagen,
es geht schon wieder.
Die Zeit heilt eben alles.
Ab und zu stiehlt sich ein Loch in das Bunt,
läßt einen Blick auf das schwarze Darunter.
Wohlmeinende nähen es rasch mir zu.
Wieviel ehrlicher wäre es mit den Löchern!
Wenn unsere Eltern sterben,
stirbt die Vergangenheit.
Wenn unser Partner stirbt,
stirbt die Gegenwart.
Aber wenn unsere Kinder sterben,
stirbt unsere Zukunft!
Gedichte
----- unendliche Trauer, Wut, Einsamkeit, Sehnsucht --------
Der Segen der Trauernden
Gesegnet seien alle,
die uns jetzt nicht ausweichen.
Dankbar sind wir für jeden,
der uns einmal zulächelt
und uns seine Hand reicht,
wenn wir uns verlassen fühlen.
Gesegnet seien die,
die uns noch immer besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen,
Gesegnet seien alle,
die uns erlauben,
von Peter zu sprechen.
Wir möchten unsere Erinnerungen
nicht totschweigen.
Wir suchen Menschen,
denen wir mitteilen können,
was uns bewegt.
Gesegnet seien alle,
die uns zuhören,
auch wenn das,
was wir zu sagen haben,
sehr schwer zu ertragen ist.
Gesegnet seien alle,
die uns nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen,
wie wir jetzt sind.
Gesegnet seien alle,
die uns trösten,
und hier und jetzt,
bei uns sind.
Man sagt mir,
ich solle es nicht so schwer nehmen.
Man sagt mir,
das Leben ginge weiter.
Man sagt mir,
jeder müsste lernen Verluste zu überwinden.
Man sagt mir,
jede Prüfung des Lebens brächte mich weiter.
Man sagt mir,
die Zeit lässt jeden Schmerz vergehen.
Aber hier und jetzt bin ich allein!
Lasst mich nicht allein in diesen Abgrund stürzen....
Die Zeit,
sagt man,
heilt alle Wunden,
und Leid
wird schwächer
mit der Zeit ...
doch scheinen
mir die trüben Stunden
oft länger als die
Ewigkeit.
Meine beiden Gesichter
Geht es dir gut,
werde ich gefragt im
Vorübergehn.
Doch, gut, sage ich
und zeige
das passende Gesicht:
mein gutgehendes Gesicht.
Mein anderes Gesicht
verberge ich liebevoll
unter meiner Kleidung.
Zuhause ziehe ich mich aus.
Dann darf es
seine Trauer tragen.
Warum denn ich?
Ganz laut ruf ich um Hilfe -
niemand kann es hören.
Um einen Blick nur betteln meine
Augen -
niemand hält ihm stand.
Mein Herz krampft sich zusammen,
schmerzt und blutet -
niemand kann es sehen.
Nach einem Wort des Trostes
lauschen meine Ohren -
niemand spricht es aus.
Oh, diese Not! So hilflos, so allein.
Es ist zu viel.
Und niemand kann's ertragen.
Wer hört mein unerhörtes Fragen:
Warum denn ich?
Während der Zeit meiner tiefsten Trauer,
wenn ich besonders dringend einige Menschen
brauche, die mir nahe sind,
mache ich eine deprimierende Erfahrung.
Gerade jetzt sind mir manche von ihnen besonders fern.
Sie meiden mich, sie versuchen gequält freundlich zu
sein,
sie reden wirres Zeug, sie sind völlig unsicher und
verkrampft.
Es macht den Eindruck, als liefen sie vor etwas davon.
Ich möchte euch Mitmenschen ermutigen,
euch und mir nichts vorzuspielen.
Seid ganz natürlich, seid ehrlich, das brauche ich jetzt
besonders.
Habt Zeit für mich, das ist wichtig.
Sprüche und Ratschläge brauche ich nicht.
Weint mit mir, statt über eure Unsicherheit
hinwegzuspielen.
Seid mir nahe, mehr nicht.
Es gibt Momente im Leben eines
Menschen,
da hört die Erde einen Moment auf,
sich zu drehen,
und wenn sie sich dann wieder dreht,
wird nichts mehr sein wie vorher.
Freund
Erzähl mir nicht, dass du verstehst,
erzähl mir nicht, dass du weißt,
erzähl mir nicht, dass ich es überleben werde,
oder wie ich sicher daran wachsen werde.
Erzähl mir nicht, dass dies eine Prüfung ist,
dass ich wahrhaftig damit gesegnet bin,
dass ich erwählt wurde für diese Aufgabe,
ich allein und kein anderer.
Komme mir nicht mit Antworten,
die nur allein aus mir kommen können,
erzähl mir nicht wie mein Kummer vorbeigehen wird
und dass ich mich bald davon befreit haben werde.
Sei du nicht das fromme Urteil,
über die Fesseln, die ich lösen muss,
erzähl mir nicht wie ich leiden
und erzähl mir nicht wie ich weinen soll!
Mein Leben ist gefüllt mit Egoismus
mein Leid ist alles was ich sehe,
aber ich brauche dich jetzt,
ich brauche deine bedingungslose Liebe.
Akzeptiere meine Aufs und Abs,
ich brauche jemanden der Anteil nimmt,
nimm einfach meine Hand und lass mich weinen
und sage "Mein Freund, ich sorge für dich".
Trauer kann man nicht sehen,
nicht hören.
Trauer kann man nur fühlen.
Sie ist ein Nebel ohne Umrisse.
Man möchte diesen Nebel packen
und fortschieben,
aber die Hand fasst ins Leere.
Ich trage dich wie eine Wunde
auf meiner Stirn, die sich nicht schließt.
Sie schmerzt nicht immer. Und es fließt
das Herz sich nicht draus tot.
Nur manchmal plötzlich bin ich blind
und spüre Blut im Munde.
Diese Zeilen haben wir Büchern oder Seiten im Internet entnommen.
Sie drücken im Ansatz das aus, was uns bewegt.
Wir hoffen, mit dieser Veröffentlichung keine Urheberrechte verletzt zu haben.
Sollte dies der Fall sein, bitten wir um Entschuldigung und eine kurze Nachricht.
Wir werden diese Zeilen dann umgehend entfernen.