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Peter, sein Leben | |
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Peter erblickte am 15.04.1989 das Licht der Welt. Sein Vater behauptet immer, er war nicht größer wie ne Tüte Zucker. Die erste Zeit als "Frühchen" mußte er im Krankenhaus bleiben und wir waren stolz und glücklich, als er bei uns war. Die Familie war komplett. | |
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Seine ersten Lebensjahre verbrachte er wohlbehütet in Gülzow, ein Dorf in Mecklenburg Vorpommern. Kindergarten und auch die Grundschule befanden sich im Ort. In dieser fast familiären Gemeinschaft verbrachte er die ersten Schuljahre bis zur 4.Klasse. Dann ging es jeden Tag mit dem Bus nach Güstrow auf's Gymnasium. Dort hat er sich sehr schnell eingelebt und viele Freunde gefunden. Sie verpassten ihm seinen Spitznamen - Scampy. | |
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Peter wuchs nur an den Feiertagen, war demzufolge nicht sehr groß und ein ganz ruhiger, zurückhaltender Junge, der seine Meinung aber konsequent vertrat. Erst mit fast 14 Jahren schoß unser Peter in die Höhe. Inzwischen war er der Größte in der Familie, was seinen Papa insgeheim immer etwas geärgert hat. | |
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Seit der ersten Klasse spielte er Fußball. Linker Verteidiger war sein Stammplatz. Später wechselte er zum Tischtennis. |
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Peter hatte so eine trockene Art von Humor, die uns in jeder Situation zum Lachen brachte. Wenn wir mal total gestreßt von der Arbeit kamen und am Abendbrotstisch kaum redeten - er wußte wie er uns aufheitern konnte. Mr. Bean, Dieter Krebs und Jürgen von der Lippe waren unsere gemeinsamen Favoriten. Peters Lieblingsspeisen waren Pizza, Pommes und Döner in jeder Form. Ein Besuch beim Chinesen war für ihn immer kulinarischer Höhepunkt. | |
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Wir haben viel gelacht, viel gemeinsam unternommen - eine glückliche Familie, die die Klippen des Lebens gemeisam umschiffte. Ihm war seine Familie immer sehr wichtig - Oma, Opa, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen in großer Anzahl - an Allem nahm er Anteil und freute sich immer auf die Familienfeiern, die regelmäßig bei den Großeltern stattfanden. Als Kind in den Ferien war er oft dort und hat diese Zeiten immer sehr genossen. | |
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Peter war nicht gerade der Eifrigste bei den täglichen Hausaufgaben für die Schule, doch er schaffte es, nur gute Noten nach Hause zu bringen. Bis heute ist uns dies ein Rätsel. Seine schnelle Auffassungsgabe und das Erfassen komplexer Zusammenhänge machte dies möglich. Zu seinen Lieblingsfächern gehörten Mathematik und Geschichte. Sein Wissen in Geschichte bei "Wer wird Millionär" hat uns immer wieder überrascht. Die Börse war für ihn interessant und die Exkursion in die Finanzmetropole Frankfurt hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Prüfungen in der 10.Klasse am Gymnasium meisterte er mit Bravur. Wir sind sehr stolz auf unseren Sohn! |
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Freizeit und Urlaub mit der Familie waren ihm wichtig. Jährlicher Höhepunkt war immer der große Urlaub. Neben Deutschland besuchten wir Schweden, Norwegen, Österreich und Italien. Kanu fahren,Angeln, Wandern , Lagerfeuer in der Wildnis - halt Natur pur, das hat ihm immer gefallen. Eine Sprachreise nach England war sein erster Alleingang und obwohl dieses Fach nicht gerade zu seinen Lieblingsfächern gehörte, war er bei seiner Ankunft zu Hause total begeistert. Allein in einem fremden Land, die Verständigung in einer fremden Sprache, das Einfügen in eine fremde Gruppe - alles ohne Probleme. Das verdiente unseren Respekt! | |
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In dieser Beziehung kommt er ganz nach seiner Schwester Sabine, die nach dem Abitur Studium und Leben in der Fremde meistert. Anfang Juli 2005 war er nun das erste mal allein unterwegs - Urlaub ohne die Eltern (das war für uns ganz schön komisch). Er hat seine Schwester in Schottland besucht. Zusammen haben sie eine Autotour in die schottischen Highlands unternommen, nur mit Zelt und Schlafsack im Auto, Waschen am Fluß, Lagerfeuer mit Gitarrenspiel - ohne Termine und einen festen Plan. Ein gutes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Sie hatten viel Spaß zusammen. |
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Der Computer war sein ein und alles. Musik, Filme, Spiele und wenn es dann sein mußte, auch mal etwas für die Schule, man fand alles auf der Festplatte seines Computers. Wir haben gestaunt, wie gut er die Technik beherrscht hat. Bei unseren Problemen mit der Tücke der Technik, war er erster Ansprechpartner. Peter hat sehr viel Musik gehört und dabei auch die Texte sehr bewußt wahrgenommen. "Eminem", die "Sportfreunde Stiller" und "Die Firma" spielten immer. Er kannte nicht nur von ihnen sehr viele Texte auswendig. | |
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Mit seinem Papa hat er Bücher um die Wette gelesen. Dan Brown auch Harry Potter und sehr gern die mystische Literatur. Den letzten Band von Harry Potter hat er sich in der Ausgabenacht in Schottland in englischer Sprache gekauft und hat es nicht zu Ende lesen können! | |
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Am 8.08.2005 wäre Peter in die 11. KLasse gekommen. Er hatte sich viel vorgenommen und noch große Pläne. Nach dem Abitur wollte er etwas mit Finanzen studieren - wir haben viel über die Wirtschaft und die aktuelle Politik diskutiert. Seine Schwester lebt seit drei Jahren im Ausland und überrascht uns immer mal wieder mit einem neuen Land. Peter hat darauf nur eine Antwort gewusst: tröstet euch - ihr wisst ja noch nicht wo ich mal hin will! Leider werden wir es nie erfahren. | |
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Seine Zukunft, all seine Träume, Wünsche und Vorhaben wurden in Sekunden am 5.08.2005 durch einen LKW-Fahrer zerstört. Peter kam mit dem Fahrrad von der Arbeit, es war sein letzter Arbeitstag. Er wollte sich das Geld für den Führerschein selbst verdienen. Ein LKW-Fahrer hat ihn als Radfahrer auf dem Radweg bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt. Peter hatte keine Chance! |
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Peter bleibt für immer in unseren Gedanken und in unseren Herzen. Alle, die ihn lieb und gern hatten, werden ihn nie vergessen. | |
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